ver.di meldet: „Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Arbeitgeberverbände VKA (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände) und BDE (Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft) haben sich am 12. Januar 2009 auf einen Mindestlohn für die Abfallwirtschaft geeinigt.
‚Mit unserer Einigung im Bereich der Abfallwirtschaft ist es gelungen, eine Branche einzubeziehen, die weit über 130.000 Beschäftigte umfasst‘, betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott. ‚Damit werden zukünftig alle die Beschäftigten vom Mindestlohn profitieren können, deren Arbeitgeber bisher nicht tarifgebunden sind und den Wettbewerb in der Branche bislang mit Dumpinglöhnen betreiben.‘ Sobald das Ministerium eine Verordnung nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz erlasse, werde fortan allen Beschäftigten in der Entsorgungswirtschaft ein Stundenlohn von mindestens 8,02 Euro zustehen.
Die Tarifvertragsparteien hätten mit ihrer Vereinbarung, die ab 1. Mai 2009 gelte, ein deutliches Signal gegen einen Wettbewerb zu Dumpinglöhnen gesetzt. Zukünftig müssten insbesondere auch in der privaten Abfallwirtschaft höhere Löhne gezahlt werden.“
So, jetzt ist Alba am Zug.
Unbedingt lesen:Ernster Konflikt bei ALBA
Es wurde Zeit dass auch in der Entsorgung Mindestlöhne durchgesetzt werden.
Allerdings frage ich mich, weshalb im Dezember genau dieser Abschluss von Verdi abgelehnt wurde und nun hat man ihn doch aktzeptiert?
Hierzu bitte ich mal die Verantwortlichen um eine Stellungnahme.
Blödsinn! Tarif ist etwas anderes als ein Hungelohn von 8,02€ . Bei so einer Knochen-Arbeit müßt der Mindestlohn bei Tarif-Lohn sein.
Ich arbeite bei einer Alba Tochter in Berlin. Da haben wir das ganze ALBA schon erlebt! Wir mußten neue Arbeitsverträge unterschreiben mit der Drohung, entweder ihr unterschreibt oder die Firma wird geschlossen. Auch ein 13. gibts nicht mehr! So sind das schon bald 30 Prozent weniger! Und keiner tut was, auch Verdi nicht! Wer redet hier von Übertariflich und Fair
In den vergangenen Jahrzehnten war es für einen Vollzeitarbeitenden ohne Probleme möglich, eine 6-köpfige Familie zu ernähren, ein Fahrzeug zu betreiben und Rücklagen zu bilden. Heute bittet dieser gut verdienender Arbeitnehmer trotz Überstunden schon um Mietbeihilfe! Wie soll ein einfacher Arbeiter mit 8€/Stunde denn heute noch seine 3-köpfige Familie ernähren? Da ist von einem Fahrzeug gar nicht mehr die Rede. So werden heutzutage viele Millionen Euro als soziale Beihilfe gezahlt, anstatt den Arbeitnehmer gerecht zu entlohnen.
8€ sind einfach zu wenig, und auch kein Anreiz überhaupt die Arbeit aufzunehmen.
Ich fordere einen Gesetzlichen Mindestlohn von momentan 10€ !
Ein Sozialstaat zu sein bedeutet, dass sich der Staat um sozial Bedürftige kümmert, aber nicht, das wir als Volk der Bittsteller an die Reichen verkauft werden.
Ich arbeite im drei Schichtsystem in der Müllbranche in Berlin... Es sprechen alle von Mindestlohn, aber es passiert nichts... Keiner weiß ob gezahlt werden muß oder ob dies alles nur Taktik der Regierung ist um hinterher alles wieder unter dem Tisch zu kehren...
Mindestlohn--->wiedermal gekippt(auf dem Prüfstand)...danke an die Regierung für die "Unterstützung"
In meinen Augen trägt sie die Verantwortung für! Würde sie ordentliche Gesetze erlassen und sich nicht nur mit ihren Diäten beschäftigen, wäre vielen Menschen in der BRD geholfen.
So wie der Staat sich momentan saniert kann es nichts werden.
Und wer leidet? Gut, die Minister können sich halt nur noch eine Villa,leisten,anstatt der 3 aber derjenige, der wirklich arbeitet, den reißt es richtig rein.
Von den Meisten Gehältern die in der BRD gezahlt werden kann man einfach nicht mehr leben. Obs ALBA ist oder nen anderer Betrieb. Fakt ist, dass das hier Alles nicht mehr lang gut geht. Und ich hoffe, persönlich, dass sich noch einige Menschen bewegen und mal auf die Straße gehen! Ich denke, ich bin nicht der einzigste mit dieser Meinung und hoffe auf nen kleinen Aufstand. Warum können wir nicht auch mal auf die Straße gehen und Präsenz zeigen? Wir werden doch immer mehr zur Kasse gebeten!
Genau Roland,
dass sehe ich auch so.
Immer sind wir es die zur Kasse gebeten werden und warum!?
Weil wir die dummen sind und es uns gefallen lassen, bzw, spucken alle große Töne aber keiner macht was!
Hi,ich bin der Icke kann Dich wirklich verstehen,aber so denken wir-Alle-,.Das Problem ist einfach alle reden aber nichts passiert.Fahre seit 19 Jahre 40 t Wechselbrücke,internat.wie national.Ich möchte damit nur sagen ich habe einige Menschen kennengelernt.Ich habe Respekt vor den Franzozen(Frankreich),die haben gestreikt,ick sage nur Autobahn,14Tage dicht,P.S.war leider dabei,bereue es heute noch nicht.Klar hat sich meine Frau um mich Sorgen gemacht aber da war einer für den anderen da,obwohl die mit Panzer kammen um dieBlockade zu räumen.Die haben nicht viel geschafft,weil wir zusammengehalten haben.Gehen wir aus Langeweile Arbeiten,ich glaube nicht,wir haben Famile und Rechnungen zu bezahlen.-Icke
Hallo Igor,
über das Thema könnte man bestimmt Tage diskutieren. Es wird sich nichts ändern weil es den Meisten in Deutschland zu "gut" geht.
Das hier keiner auf die Straße geht, so wie im Ausland, find ich schade.
Solange sich da "oben" immer wieder solche Sachen abspielen wie bei dem Mindeslohn, denken die braven Bürger eh, es bringt nichts auf die Straße zu gehen.
Das ist schade, denn, wenn ALLE an einem Strang ziehen würden, würde es was bringen.
Da bin ich mir sicher!
Endlich haben wir ihn!!
Auch die FDP konnte es nicht länger ignorieren welcher Druck dahinter steht.
Damit ist eine weitere Hürde auf dem Weg menschenwürdige Arbeitsplätze in der Entsorgungswirtschaft zu etablieren, geschafft.
Ich möchte andieser Stelle allen danken die dafür gekämpft haben. Auch die Blogger hier haben auf ihre Weise dazu beigetragen.
Natürlich ist es nur eine weitere Hürde, aber es zeigt auf dass es voran geht.
In diesem Sinne möchte ich euch allen ein geruhsames Weihnachtsfest und viel Glück, Erfolg und weiteren Zusammenhalt für das Jahr 2010 wünschen.
Euer Rolf Gillé
ich finde es schön das ALBA jezt auch den Mindestlohn will. Bei uns im Osten waren wir bisher drunter.
Jetzt müssten sich die, die vom Mindestlohn profitieren und noch nicht bei ver.di organisiert sind, für eine Mitgliedschaft entscheiden. Das wäre eine deutlich bessere Voraussetzung, mittelfristig für einen höheren Mindestlohn einzutreten. Denn auch dieser Mindestlohntarifvertrag musste erkämpft werden. Wir brauchen im privaten Sektor der Abfallwirtschaft einen besseren Organisationsgrad. Nur gemeinsam können wir mehr erreichen.