Alba Süd laufen die Leute weg - Skandalöse Kündigungen in Karlsruhe
Die Brüder Axel und Eric Schweizer haben mit der Übernahme von U-Plus in Baden-Württemberg unerwartete Probleme. Sie können in ihrer neuen Alba Süd nicht so selbstherrlich agieren wie sie dies von einigen Tochterunternehmen im Norden und Osten gewohnt sind. Schon haben qualifizierte Arbeiter und Angestellte das Unternehmen verlassen.
Ob Fahrer, Lagerarbeiter, Angestellte im Außendienst, Projekt- oder Betriebsstättenleiter. All diejenigen, die bei Alba Süd gekündigt haben, hatten bereits einen Arbeitsvertrag mit weit besseren Konditionen in der Tasche.
Trotzdem verlangt die Alba-Spitze überall in den neuen Süd-Standorten von den Beschäftigten Einschnitte. Und die Betriebsräte sollen dies mit „betrieblichen Bündnissen“ absegnen. Das lehnt der Konzernbetriebsrat ab. Für den Abschluss von Tarifverträgen ist ausschließlich ver.di zuständig“. Doch mit ver.di verhandelt Alba nicht gerne. Die Schweizer-Brüder wissen, dass sie mit der Gewerkschaft keine faulen Kompromisse abschließen können.
Da Alba Süd seit 2008 nicht mehr dem Arbeitgeberverband angehört, fordert ver.di einen Anerkennungstarifvertrag. In Karlsruhe bei der ehemaligen Firma Bautrans versuchte Alba Süd 30 oft langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Straße zu setzen und durch Leiharbeiter zu ersetzen. Unter den Betroffenen genossen etliche einen besonderen Kündigungsschutz – Zum Beispiel weil sie unter den gesetzlichen Mutter- oder den tariflichen Altersschutz fielen.
Quelle: Müll-Report Febr. 2008






