Sexy oder alles Lug & Betrug?
Wer ist ALBA? Was versteckt sich hinter diesem wohlklingenden Namen? Ein schöne Frau, eine Fußballmannschaft oder das Kürzel einer neuen Partei?
Klar, ALBA kennt jeder der die erfolgreiche Serie „Dark Angel“ (2000 bis 2002) oder andere Filme mit der Schauspielerin Jessica Alba gesehen hat (2007 bekam sie den Titel „Sexiest Women“ der Welt). In „Dark Angel“ spielt die Amerikanerin eine genetisch veränderte Soldatin, die für das Gute in der Gesellschaft kämpft.
Für das Gute, zumindest für gute Ergebnisse, kämpfen auch die tollen Basketballspieler von Alba Berlin. Mit acht deutschen Meisterschaften gehören sie zu den erfolgreichsten in der deutschen Korbball-Geschichte.
Weniger bekannt dürfte heute der spanische Adelstitel Herzog von Alba sein. Sein bekanntester Träger, der 3. Herzog von Alba, war im 16. Jahrhundert als Schreckensherrscher berühmt-berüchtigt. Der Stadthalter der Niederlande hat die Aufstände der geknechteten Bevölkerung immer wieder blutig niedergeschlagen.
An diesen Mann hat Franz Josef Schweitzer 1968 nicht gedacht, als er in Berlin die Firma ALBA gegründet hat. Auch an Jessica Alba und ihren Kampf für das Gute in der Welt nicht, denn die Amerikanerin ist erst 1981 geboren. Und der berühmte Basketball-Verein existiert unter diesem Namen erst seit 1991. ALBA ist seitdem Hauptsponsor.
Nein, Schweitzer, ein weit gereister Bauingenieur, hat seine Unternehmen nach dem malerischen Städtchen Alba benannt, das im italienischen Piemont liegt. Und er wusste als gebildeter Mann, dass das Wort Alba aus dem Lateinischen kommt und weiß, rein und sauber bedeutet.
Während die Arbeiter des verstorbenen Firmengründers noch ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Chef hatten, verbinden die Beschäftigten der heutigen ALBA AG oft nicht Positives mit dem Firmennamen. Für sie ist der Name weder sexy noch steht er für persönlichen Erfolg wie bei den Spielern und Fans von Alba Berlin. So kursieren heute an den über 200 Standorten der ALBA-Gruppe auch Kürzel wie „Arbeite Lieber Beim Arbeitsamt“ oder „Alles Lug Betrug Asozial“. Wenn das Franz Josef Schweitzer wüsste.
Quelle: Verfasser ist den Bloggern bekannt






