Verpackungsordnung ohne soziale Mindeststandards
Derzeit wird die nächste Ausschreibung für die Sammlung für Verpackungsmüll vorbereitet. Im zweiten Halbjahr 2009 beginnt dann in den Gebieten wieder das große Zittern, deren Verträge zum Jahresende auslaufen. Nur ein Mindestlohn könnte verhindern, dass die Unternehmen die Lohnspirale – wie nach der Vergabe in den vergangenen Jahren – erneut nach unten drehen.
Leider hat sich das Umweltministerium geweigert, in die neue Verpackungsordnung soziale Mindeststandards aufzunehmen. Damit wird der Dumpingwettbewerb weitergehen und vermutlich sogar noch heftiger werden. Es ist davon auszugehen, dass es im Bereich Verpackungsabfälle zu einem massiven Verdrängungswettbewerb kommen wird. Dann werden die Großen und finanziell potenten Entsorger die Konkurrenten so weit unterbieten, dass sie sogar Verluste in Kauf nehmen. Die Spirale für die Löhne kann deshalb weiter nach unten gehen, wenn es nicht gelingt einen allgemein verbindlichen Mindestlohn für die Branche durchzusetzen.
Quelle: Fachbereich Ver- und Entsorgung 03 2008







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